 | Frühpensionierung |
Anonymous schreibt "Als in der Deutschen Röhren AG riesige, für 40 Jahre ausreichende Mengen Schreibpapier angeliefert werden und sich herausstellt, dass Einkaufsdirektor Heinrich Lohse das veranlasste, um einen Mengenrabatt auszuhandeln, wird er in die Frühpensionierung geschickt. Nun glaubt er, das in 37 Berufsjahren erworbene Organisationstalent im Haushalt einsetzen zu müssen - zum Leidwesen seiner Gattin. Unter dem Titel "Pappa ante portas" hat Loriot hieraus eine wundervolle Komödie gemacht.
Die Vorfreude der Männer aufs Alter
Tatsächlich sehen wohl nicht wenige Frauen auch in der Realität mit gemischten Gefühlen der Zeit entgegen, wenn der Göttergatte rund um die Uhr zu Hause ist. Das dürfte aber nicht der einzige Grund dafür sein, dass Frauen nicht so optimistisch ans Alter denken wie Männer. Eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung für die Allianz Deutschland AG unter 500 Bundesbürgern ergab nämlich, dass 63 Prozent der männlichen Bundesbürger sich darauf freuen, im Alter endlich die Dinge tun zu können, die sie schon immer tun wollten, während dies nur bei 56 Prozent der Frauen der Fall ist!
Risiken in puncto Pflege
Zur Sicherung des Lebensstandards im Alter haben zwar 72 Prozent der Befragten finanziell vorgesorgt. Aber nur 11,7 Prozent verfügen über eine private Pflegezusatzversicherung. Der mögliche Finanzbedarf im Pflegefall wird wohl auch deshalb unterschätzt, weil über 70 Prozent der Befragten der optimistischen Ansicht sind, dass sie von ihren Angehörigen versorgt würden. Die Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim werden dagegen recht realistisch eingeschätzt: Knapp ein Drittel der Befragten rechnet mit Kosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro, 21 Prozent gehen von 3.000 bis 4.000 Euro im Monat aus. Tatsächlich kostet ein vollstationärer Pflegeplatz heute durchschnittlich etwa 3.000 Euro. Drei Viertel der Deutschen wollen sich im Alter allerdings so lange es geht an den eigenen vier Wänden erfreuen - die man sich als Basis für die Altersabsicherung hart erarbeitet hat. Doch für viele Frauen dürfte diese Rechnung nicht aufgehen - sei es wegen "Pappa" oder wegen unzureichender Vorsorge.
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